Die Nierenbiopsie ist eine minimalinvasive Untersuchung, bei der unter Ultraschallkontrolle und örtlicher Betäubung mit einer feinen Nadel eine winzige Gewebeprobe aus der Niere entnommen wird. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Ursache einer Nierenerkrankung, etwa bei unklarer Eiweißausscheidung, Blut im Urin, rasch abnehmender Nierenfunktion oder im Rahmen von Systemerkrankungen, anders nicht sicher geklärt werden kann. Das gewonnene Gewebe wird licht-, immunfluoreszenz- und elektronenmikroskopisch untersucht, wodurch sich die genaue Diagnose sowie die passende Therapie oft erst festlegen lassen. Nach dem Eingriff ist wegen der guten Durchblutung der Niere eine mehrstündige Überwachung mit Bettruhe notwendig, da Nachblutungen die häufigste, meist jedoch harmlose Komplikation darstellen. Bei nierentransplantierten Patient:innen ergänzen zunehmend moderne molekulargenetische Verfahren (sogenannte molekulare Diagnostik) die klassische Histologie, um eine beginnende Abstoßung noch präziser und frühzeitiger zu erkennen.
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Dialyse Lebach
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Unsere Rezepthotline ist 24 Stunden an allen 7 Tagen für Sie da:
Dialyse Saarlouis
Vaubanstraße 27
66740 Saarlouis
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Medizinische Leistungen
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Transfusion von Blutbestandteilen
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Parenterale Ernährung
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Phosphat- und Kaliumschulung
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Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration
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Alle Formen der Bauchfelldialyse (Kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse = CAPD, automatische Peritonealdialyse = APD, intermittierende Peritonealdialyse = IPD)
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Dialyse für Hepatitis B, C und MRSA
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Spät- und Nachtdialyse
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Feriendialyse
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Plasmasepartionen
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Lipidapheresen
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2 Nephrologen, 2 Dialysefachschwestern 14 Krankenschwestern sowie eine Hygienefachkraft zur ständigen Verfügung
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Diätassistentinnen, Podologin, Orthopädieschuhtechniker, Ergotherapeutin, Apotheke, Labor, Dermatologe befinden sich mit dem Dialysezentrum in einem Haus unter einem Dach, so dass eine Begleittherapie noch während oder unmittelbar im Anschluss an die Dialyse erfolgen kann
Einrichtung und Service
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32 Dialyseplätze mit Blick auf den Saaraltarm
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Klimatisierte, helle und gemütliche Räumlichkeiten
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Höchste Hygienestandards
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Ausreichende Umkleidemöglichkeiten
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Maximal 4-Bettzimmer
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Fernsehen mit Flatscreens, Internetzugang
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Verpflegung mit Gebäck, Brötchen
Dialyse Lebach
Heeresstraße 29
66822 Lebach
Dialyse Lebach
Heeresstraße 49
66822 Lebach
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Medizinische Leistungen
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Hämodialyse (HD), Hämofiltration (HF), Hämodiafiltration (HDF)
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Kontinuierliche Dialyseverfahren (CVVHD/CVVHF)
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Plasmapherese
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Peritonealdialyse mit IPD, APD und CAPD
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Feriendialyse
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Transfusion von Blutbestandteilen
-
Parenterale Ernährung
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Phosphat- und Kaliumschulungen
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Planung und Organisation von Shunt- (AV-Fistel) Operationen und zentralvenösen Dialysekathetern in enger Kooperation mit erfahrenen Shuntoperateuren
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Transplantationsvorbereitung und –nachsorge
Einrichtung und Service
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20 Dialyseplätze
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klimatisierte Räume
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modernste Dialysegeräte
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individuelle Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal
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verstellbare Motorliegen und Fernsehgeräte mit Funkkopfhörer
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Verpflegung
Dialyse Marienhaus Klinikum Saarlouis
Kapuzinerstraße 4
66740 Saarlouis
Dialyse Elisabethklinik
66740 Saarlouis
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Medizinische Leistungen
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Hämodialyse (HD), Hämofiltration (HF), Hämodiafiltration (HDF)
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Kontinuierliche Dialyseverfahren (CVVHD/CVVHF)
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Plasmapherese
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Peritonealdialyse mit IPD, APD und CAPD
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Feriendialyse
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Transfusion von Blutbestandteilen
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Parenterale Ernährung
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Phosphat- und Kaliumschulungen
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Anbindung an sämtliche Leistungen des Krankenhauses CTT Lebach
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Planung und Organisation von Shunt- (AV-Fistel) Operationen und zentralvenösen Dialysekathetern in enger Kooperation mit erfahrenen Shuntoperateuren
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Transplantationsvorbereitung und –nachsorge
Einrichtung und Service
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10 Dialyseplätze
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klimatisierte Räume
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modernste Dialysegeräte
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individuelle Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal
-
verstellbare Motorliegen und Fernsehgeräte mit Funkkopfhörer
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Verpflegung
Lexikon
Adipositas bezeichnet eine chronische, durch krankhaft vermehrtes Körperfett gekennzeichnete Erkrankung, die praktisch meist ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 kg/m² diagnostiziert wird. Im modernen Verständnis gilt sie nicht mehr als reine Folge von Fehlernährung oder mangelnder Selbstdisziplin, sondern als eigenständige, multifaktoriell bedingte Erkrankung der Hunger- und Sättigungsregulation, an der genetische, hormonelle (u. a. Leptin, Ghrelin, GLP-1) und Umweltfaktoren beteiligt sind. Insbesondere viszerales (Bauch-)Fett ist eng mit Insulinresistenz, metabolischem Syndrom und Fettstoffwechselstörungen verknüpft und damit ein zentraler gemeinsamer Nenner von Diabetologie, Lipidologie und zunehmend auch Nephrologie. Therapeutisch hat sich das Feld durch inkretinbasierte Medikamente (GLP-1- bzw. duale GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten) grundlegend gewandelt, die neben Ernährungsumstellung, Bewegung und Verhaltenstherapie heute wirksame medikamentöse Gewichtsreduktionen ermöglichen; bei sehr ausgeprägter Adipositas bleibt die bariatrische (metabolische) Chirurgie eine Option.
CGM bezeichnet ein System, das den Glukosewert im Unterhautfettgewebe über einen kleinen, meist am Oberarm oder Bauch getragenen Sensor alle paar Minuten misst und die Werte drahtlos an eine App, ein Empfangsgerät oder eine Insulinpumpe überträgt. Im Gegensatz zur klassischen Blutzuckerselbstmessung liefert CGM statt einzelner Momentaufnahmen einen kontinuierlichen Verlauf inklusive Trendpfeilen, wodurch Schwankungen, nächtliche Unterzuckerungen und Blutzuckerspitzen erst sichtbar werden. Als moderne Ergänzung zum HbA1c hat sich dabei die „Time in Range" (Zeit im Zielbereich) als aussagekräftiger Verlaufsparameter etabliert. Besonders in Kombination mit automatisierten Insulinpumpensystemen (AID, „Hybrid-Closed-Loop") bildet CGM heute die technische Grundlage für eine weitgehend automatisierte Blutzuckersteuerung, vor allem bei Typ-1-Diabetes und intensiviert insulinbehandeltem Typ-2-Diabetes.
Diabetologie ist die Fachdisziplin, die sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention des Diabetes mellitus sowie seiner Vorstufen wie der Insulinresistenz befasst. In ihrem modernen Verständnis geht sie über die reine Blutzuckerkontrolle hinaus und betrachtet Diabetes als Teil eines kardio-renal-metabolischen Risikokomplexes, bei dem Herz, Nieren, Gefäße und Stoffwechsel gemeinsam behandelt werden. Dieser Wandel spiegelt sich in modernen Substanzklassen wie SGLT2-Hemmern und GLP-1-Rezeptoragonisten wider, die neben der Blutzuckersenkung auch nachweislich Herz und Nieren schützen. Zunehmend überschneidet sich die Diabetologie zudem mit der Adipositasmedizin, da Übergewicht als zentraler Treiber des Typ-2-Diabetes gilt. Ergänzt wird das Fach durch personalisierte Ansätze (z. B. Diabetes-Subtypen) und moderne Technologien wie Glukosesensoren und automatisierte Insulinpumpensysteme.
Familiäre Hypercholesterinämie (FH) ist eine meist autosomal-dominant vererbte Stoffwechselerkrankung, bei der ein Gendefekt, am häufigsten am LDL-Rezeptor, zu einem von Geburt an deutlich erhöhten LDL-Cholesterin führt. Mit einer Häufigkeit von etwa 1:200 bis 1:250 zählt sie zu den häufigsten genetischen Erkrankungen überhaupt, bleibt aber weltweit zu über 90 % unerkannt und unbehandelt. Weil das LDL-Cholesterin schon seit der Kindheit erhöht ist, kommt es unbehandelt oft schon in jungen Jahren zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen, also deutlich früher als bei erst im Erwachsenenalter erworbener Hypercholesterinämie. Die Diagnose stützt sich auf stark erhöhte LDL-Werte, Familienanamnese, äußere Zeichen wie Sehnenxanthome oder Hornhautarcus sowie zunehmend eine genetische Testung; da erstgradige Verwandte ein 50-prozentiges Vererbungsrisiko tragen, gehört ein systematisches Kaskadenscreening der Familie zur modernen Versorgung dazu. Therapeutisch bilden Statine die Basis, bei unzureichender Wirkung kommen Ezetimib und PCSK9-Hemmer hinzu, in schweren oder homozygoten Fällen auch die Lipidapherese.
Die Reinigung des Blutes findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt. Über den zuvor gelegten Shunt wird der Patient mit der Dialyse verbunden. Über ein System feinster Kanülen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Hier wird mithilfe einer halbdurchlässigen Membran das Blut von Stoffwechselendprodukte (Schlackenstoffe, Körpergifte) gereinigt und ggf. dem Körper Wasser entzogen. Gleichzeit werden dem Körper übermäßig entzogene Elektrolyte wieder zugeführt. Die Dialyse dauert im allgemeinen 3-5 Stunden und wird 3 mal pro Woche durchgeführt.
Siehe auch:
Hämodialyse
Hämofiltration
Die Reinigung des Blutes findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt. Über den zuvor gelegten Shunt wird der Patient mit der Dialyse verbunden. Über ein System feinster Kanülen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Hier wird mithilfe einer halbdurchlässigen Membran das Blut von Stoffwechselendprodukte (Schlackenstoffe, Körpergifte) gereinigt und ggf. dem Körper Wasser entzogen. Gleichzeit werden dem Körper übermäßig entzogene Elektrolyte wieder zugeführt. Die Dialyse dauert im allgemeinen 3-5 Stunden und wird 3 mal pro Woche durchgeführt.
Siehe auch:
Hämofiltration
Hämodiafiltration
Die Reinigung des Blutes findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt. Über den zuvor gelegten Shunt wird der Patient mit der Dialyse verbunden. Über ein System feinster Kanülen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Hier wird mithilfe einer halbdurchlässigen Membran das Blut von Stoffwechselendprodukte (Schlackenstoffe, Körpergifte) gereinigt und ggf. dem Körper Wasser entzogen. Gleichzeit werden dem Körper übermäßig entzogene Elektrolyte wieder zugeführt. Die Dialyse dauert im allgemeinen 3-5 Stunden und wird 3 mal pro Woche durchgeführt.
Siehe auch:
Hämodialyse
Hämodiafiltration
Heimdialyse bezeichnet die Durchführung einer Dialysebehandlung durch die Patientin oder den Patienten selbst in der häuslichen Umgebung anstelle eines Dialysezentrums. Sie umfasst zum einen die Peritonealdialyse, bei der das Bauchfell als natürliche Filtermembran genutzt wird, und zum anderen die Heimhämodialyse, bei der Patient:innen nach entsprechender Schulung ein Dialysegerät selbstständig zu Hause bedienen. Beide Verfahren ermöglichen eine flexiblere Gestaltung des Alltags, häufig auch nachts, und sind mit einer im Vergleich zur Zentrumsdialyse verbesserten Lebensqualität sowie vergleichbaren oder teils günstigeren medizinischen Ergebnissen assoziiert. Moderne Cycler-Systeme für die automatisierte Peritonealdialyse sowie Konzepte der unterstützten (assistierten) PD durch Pflegedienste erweitern den Kreis geeigneter Patient:innen zunehmend auch auf ältere oder in der Selbstversorgung eingeschränkte Menschen. Aktuelle nephrologische Leitlinien empfehlen daher, geeigneten Patient:innen die Heimdialyse als gleichwertige oder sogar bevorzugte Alternative zur Zentrumsdialyse anzubieten.
Insulinresistenz bezeichnet die verminderte Wirksamkeit von Insulin an Muskel-, Leber- und Fettzellen: Zunächst steigt kompensatorisch der Insulinspiegel, im Verlauf auch der Blutzucker, während überschüssige Energie als Fett gespeichert wird. Sie ist zentraler Bestandteil des metabolischen Syndroms, gekennzeichnet durch die Kombination aus vergrößertem Bauchumfang, erhöhtem Blutzucker, gestörtem Fettstoffwechsel und Bluthochdruck. Begünstigt wird sie vor allem durch Fehlernährung, Bewegungsmangel, Schlafmangel, chronischen Stress sowie genetische und altersbedingte Faktoren. Unbehandelt drohen Typ-2-Diabetes, Fettleber, Gefäßverkalkung und weitere Folgeerkrankungen, die sich durch eine Lebensstiländerung meist gut beeinflussen lassen. Ein bewährter Therapiebaustein sind sogenannte Hafertage – kurze, ärztlich begleitete Ernährungsphasen mit hohem Anteil des löslichen Ballaststoffs Beta-Glucan, unter denen sich Insulinbedarf und Blutzuckerwerte in Studien deutlich verbessert haben.
Lipidapherese ist ein der Dialyse ähnliches, extrakorporales Blutreinigungsverfahren, bei dem LDL-Cholesterin und/oder Lipoprotein(a) gezielt und effektiv aus dem Blut entfernt werden. Sie kommt zum Einsatz, wenn medikamentöse Therapien allein nicht ausreichen, etwa bei schwerer familiärer Hypercholesterinämie oder stark erhöhtem Lipoprotein(a) mit fortschreitender Gefäßerkrankung. Da die Wirkung nur vorübergehend ist, erfolgt die Behandlung meist wöchentlich oder alle zwei Wochen über mehrere Stunden. Näheres zu den zugrundeliegenden Fettstoffwechselstörungen und medikamentösen Alternativen siehe "Lipidologie".
Lipidologie ist die Fachdisziplin, die sich mit Diagnostik und Therapie von Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämien) sowie deren Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose und kardiovaskulären Erkrankungen befasst. Im modernen Verständnis gilt vor allem LDL-Cholesterin als kausaler, kumulativer Risikofaktor, weshalb aktuelle Leitlinien bei Hochrisikopatienten sehr niedrige Zielwerte vorsehen – „je niedriger, desto besser, je länger, desto besser". Zunehmend rückt zudem Lipoprotein(a) in den Fokus: ein weitgehend genetisch bestimmter, durch Lebensstil kaum beeinflussbarer Risikofaktor, für den derzeit neue medikamentöse Therapien in Entwicklung sind. Neben Statinen stehen heute PCSK9-Hemmer und PCSK9-siRNA zur Verfügung, die auch bei stark erhöhten Werten wirksame Senkungen ermöglichen. Bei schwerer, medikamentös nicht ausreichend behandelbarer Hypercholesterinämie oder stark erhöhtem Lipoprotein(a) kommt die Lipidapherese zum Einsatz – ein der Dialyse ähnliches, regelmäßig wiederholtes Blutreinigungsverfahren, das LDL-Cholesterin bzw. Lipoprotein(a) gezielt aus dem Blut entfernt.



