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Wir sind für Sie da!

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Praxis

Tel.: 06831/986170
Fax: 06831/9861799

Dialyse Saarlouis

Tel.: 06831/9861777
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Diabetes

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Hämatologie / Onkologie

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Dialyse Lebach

Tel.: 06881/538665 (Praxis)
Tel.: 06881/9999044 (Dialyse)
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Rezepthotline

Tel.: 06831/9861717

Bitte nennen Sie Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum, Ihre Telefonnummer und das Medikament, das Sie benötigen.
Spätestens 24 Stunden nach Ihrer telefonischen Bestellung steht Ihr E-Rezept für Sie bereit. Heil- und Hilfsmittelrezepte sowie Privatrezepte können 24 Stunden nach Bestellung in der Praxis abgeholt werden.

Telefonsprechstunde nur für Diabetiker

Der direkte Draht für Diabetiker

Speziell für Diabetiker haben wir eine Telefonsprechstunde eingerichtet.

Hier können Sie Ihre Blutwerte durchgeben und erhalten im Anschluss daran eine konkrete Beratung.

Sollten Sie keine Zeit für eine telefonische Beratung haben, können Sie uns Ihre Werte gerne per Fax oder E-Mail zukommen lassen.
Wir antworten Ihnen spätestens am Folgetag.

Kontakt

Telefon: 06831/98617-50
Telefax: 06831/98617-59
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Telefonzeiten

Montag, Mittwoch, Freitag
10:30 – 12:30 Uhr
15:00 – 16:00 Uhr

Anmeldung

Anmeldung

Bitte bringen Sie zu Ihrem ersten Besuch bei uns folgende Unterlagen mit:
  • Krankenversicherungskarte
  • Überweisung vom Hausarzt
  • Befreiungsausweis für Zuzahlungen
  • Befunde vom Hausarzt
  • Medikamentenliste
Diabetiker bringen bitte außerdem mit:
  • Blutzuckertagebuch
  • Letzte Laborwerte
  • Letzte augenärztliche Untersuchung
  • Blutzuckergerät und Pen
  • Gesundheitspass
Patienten mit Tumorerkrankungen bringen bitte außerdem mit:
  • CT- Abdomen und CT-Thorax
  • oder weitere Röntgenbefunde
  • Histologischer Befund
  • Arztbrief

Rezepthotline

Rezeptbestellung per E-Mail:
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Die Rezepte sind 24 Stunden später abholbereit zu den folgenden Öffnungszeiten:

Montag und Mittwoch
von 8:00 bis 14:00 Uhr und von 15:00 bis 17:00 Uhr

Dienstag und Donnerstag
von 8:00 bis 14:00 Uhr, am Nachmittag ist die Praxis geschlossen.

Freitag
von 8:00 bis 16:00 Uhr

Unsere Rezepthotline ist 24 Stunden an allen 7 Tagen für Sie da:

Dialyse Saarlouis
Vaubanstraße 27
66740 Saarlouis

Medizinische Leistungen

  • Transfusion von Blutbestandteilen
  • Parenterale Ernährung
  • Phosphat- und Kaliumschulung
  • Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration
  • Alle Formen der Bauchfelldialyse (Kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse = CAPD, automatische Peritonealdialyse = APD, intermittierende Peritonealdialyse = IPD)
  • Dialyse für Hepatitis B, C und MRSA
  • Spät- und Nachtdialyse
  • Feriendialyse
  • Plasmasepartionen
  • Lipidapheresen
  • 2 Nephrologen, 2 Dialysefachschwestern 14 Krankenschwestern sowie eine Hygienefachkraft zur ständigen Verfügung
  • Diätassistentinnen, Podologin, Orthopädieschuhtechniker, Ergotherapeutin, Apotheke, Labor, Dermatologe befinden sich mit dem Dialysezentrum in einem Haus unter einem Dach, so dass eine Begleittherapie noch während oder unmittelbar im Anschluss an die Dialyse erfolgen kann
Im gegenüberliegenden Krankenhaus bietet sich die Möglichkeit zur weiteren stationären Behandlung und zur Durchführung aller radiologischer diagnostischer Möglichkeiten (Kernspintomographie, Computertomographie, Szintigraphie, Angiographie).

Einrichtung und Service

  • 32 Dialyseplätze mit Blick auf den Saaraltarm
  • Klimatisierte, helle und gemütliche Räumlichkeiten
  • Höchste Hygienestandards
  • Ausreichende Umkleidemöglichkeiten
  • Maximal 4-Bettzimmer
  • Fernsehen mit Flatscreens, Internetzugang
  • Verpflegung mit Gebäck, Brötchen
Wir wollen, dass Sie Ihren Alltag möglichst ungestört fortsetzen können und die Lebensqualität in vollem Maße erhalten bleibt. Der Garant dafür ist ein in jeder Hinsicht gut ausgebildetes Team, das für eine entspannte, angenehme Atmosphäre sorgt. Diese Betreuung umfasst auch umliegende Krankenhäuser, so dass die Versorgung unsere Patienten immer in unseren Händen bleibt.

Dialyse Lebach
Heeresstraße 29
66822 Lebach

Medizinische Leistungen

  • Hämodialyse (HD), Hämofiltration (HF), Hämodiafiltration (HDF)
  • Kontinuierliche Dialyseverfahren (CVVHD/CVVHF)
  • Plasmapherese
  • Peritonealdialyse mit IPD, APD und CAPD
  • Feriendialyse
  • Transfusion von Blutbestandteilen
  • Parenterale Ernährung
  • Phosphat- und Kaliumschulungen
  • Planung und Organisation von Shunt- (AV-Fistel) Operationen und zentralvenösen Dialysekathetern in enger Kooperation mit erfahrenen Shuntoperateuren
  • Transplantationsvorbereitung und –nachsorge

Einrichtung und Service

  • 20 Dialyseplätze
  • klimatisierte Räume
  • modernste Dialysegeräte
  • individuelle Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal
  • verstellbare Motorliegen und Fernsehgeräte mit Funkkopfhörer
  • Verpflegung

Dialyse Marienhaus Klinikum Saarlouis
Kapuzinerstraße 4
66740 Saarlouis

Medizinische Leistungen

  • Hämodialyse (HD), Hämofiltration (HF), Hämodiafiltration (HDF)
  • Kontinuierliche Dialyseverfahren (CVVHD/CVVHF)
  • Plasmapherese
  • Peritonealdialyse mit IPD, APD und CAPD
  • Feriendialyse
  • Transfusion von Blutbestandteilen
  • Parenterale Ernährung
  • Phosphat- und Kaliumschulungen
  • Anbindung an sämtliche Leistungen des Krankenhauses CTT Lebach
  • Planung und Organisation von Shunt- (AV-Fistel) Operationen und zentralvenösen Dialysekathetern in enger Kooperation mit erfahrenen Shuntoperateuren
  • Transplantationsvorbereitung und –nachsorge

Einrichtung und Service

  • 10 Dialyseplätze
  • klimatisierte Räume
  • modernste Dialysegeräte
  • individuelle Betreuung durch qualifiziertes Fachpersonal
  • verstellbare Motorliegen und Fernsehgeräte mit Funkkopfhörer
  • Verpflegung

Lexikon

Adipositas

Adipositas bezeichnet eine chronische, durch krankhaft vermehrtes Körperfett gekennzeichnete Erkrankung, die praktisch meist ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 kg/m² diagnostiziert wird. Im modernen Verständnis gilt sie nicht mehr als reine Folge von Fehlernährung oder mangelnder Selbstdisziplin, sondern als eigenständige, multifaktoriell bedingte Erkrankung der Hunger- und Sättigungsregulation, an der genetische, hormonelle (u. a. Leptin, Ghrelin, GLP-1) und Umweltfaktoren beteiligt sind. Insbesondere viszerales (Bauch-)Fett ist eng mit Insulinresistenz, metabolischem Syndrom und Fettstoffwechselstörungen verknüpft und damit ein zentraler gemeinsamer Nenner von Diabetologie, Lipidologie und zunehmend auch Nephrologie. Therapeutisch hat sich das Feld durch inkretinbasierte Medikamente (GLP-1- bzw. duale GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten) grundlegend gewandelt, die neben Ernährungsumstellung, Bewegung und Verhaltenstherapie heute wirksame medikamentöse Gewichtsreduktionen ermöglichen; bei sehr ausgeprägter Adipositas bleibt die bariatrische (metabolische) Chirurgie eine Option.

Chemotherapie
Therapie, die entweder in Tablettenform (enteral) oder als Infusionstherapie (parenteral) durchgeführt wird und als Ziel hat, die bösartigen Zellen der zugrunde liegenden Erkrankung zu reduzieren.
CGM (Kontinuierliche Glukosemessung)

CGM bezeichnet ein System, das den Glukosewert im Unterhautfettgewebe über einen kleinen, meist am Oberarm oder Bauch getragenen Sensor alle paar Minuten misst und die Werte drahtlos an eine App, ein Empfangsgerät oder eine Insulinpumpe überträgt. Im Gegensatz zur klassischen Blutzuckerselbstmessung liefert CGM statt einzelner Momentaufnahmen einen kontinuierlichen Verlauf inklusive Trendpfeilen, wodurch Schwankungen, nächtliche Unterzuckerungen und Blutzuckerspitzen erst sichtbar werden. Als moderne Ergänzung zum HbA1c hat sich dabei die „Time in Range" (Zeit im Zielbereich) als aussagekräftiger Verlaufsparameter etabliert. Besonders in Kombination mit automatisierten Insulinpumpensystemen (AID, „Hybrid-Closed-Loop") bildet CGM heute die technische Grundlage für eine weitgehend automatisierte Blutzuckersteuerung, vor allem bei Typ-1-Diabetes und intensiviert insulinbehandeltem Typ-2-Diabetes.

Diabetologie

Diabetologie ist die Fachdisziplin, die sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention des Diabetes mellitus sowie seiner Vorstufen wie der Insulinresistenz befasst. In ihrem modernen Verständnis geht sie über die reine Blutzuckerkontrolle hinaus und betrachtet Diabetes als Teil eines kardio-renal-metabolischen Risikokomplexes, bei dem Herz, Nieren, Gefäße und Stoffwechsel gemeinsam behandelt werden. Dieser Wandel spiegelt sich in modernen Substanzklassen wie SGLT2-Hemmern und GLP-1-Rezeptoragonisten wider, die neben der Blutzuckersenkung auch nachweislich Herz und Nieren schützen. Zunehmend überschneidet sich die Diabetologie zudem mit der Adipositasmedizin, da Übergewicht als zentraler Treiber des Typ-2-Diabetes gilt. Ergänzt wird das Fach durch personalisierte Ansätze (z. B. Diabetes-Subtypen) und moderne Technologien wie Glukosesensoren und automatisierte Insulinpumpensysteme.

Dialyse
Unter Dialyse versteht man verschiedene Verfahren zur Reinigung des Blutes bei Einschränkung oder Ausfall der Nierenfunktion (Nierenersatztherapie). Eine weitere Aufgabe der Dialyse ist der Entzug von Körperwasser, da betroffene Patienten oft nicht mehr in ausreichendem Masse Urin produzieren können.
Dialysekatheter
In Notfällen dient dieser als vorübergehender Zugang für eine Dialyse. Verwendung findet zumeist der sogenannte Shaldon-Katheter. Er wird vorwiegend in die obere Hohlvene eingeführt, seltener auch in die Leistenvene. Der Shaldon-Katheter ist nur eine Übergangslösung bis zur Anlage eines Dialyseshunts. Ist die Anlage eines Shunts nicht möglich oder gewünscht, kann die Dialyse auch über längere Zeiträume mithilfe eines speziellen Dialysekatheters, eines sogenannten Demers-Katheters, durchgeführt werden. Dieser Katheter ist im Gegensatz zum Shaldon-Katheter über eine gewisse Länge unter die Haut eingepflanzt, um das Infektionsrisiko zu verringern.
Enteral
Verabreichung von Medikamenten über das Magen-Darm-System, also z. B. über den Mund (oral) oder rektal (über den Enddarm).
Familiäre Hypercholesterinämie (FH)

Familiäre Hypercholesterinämie (FH) ist eine meist autosomal-dominant vererbte Stoffwechselerkrankung, bei der ein Gendefekt, am häufigsten am LDL-Rezeptor, zu einem von Geburt an deutlich erhöhten LDL-Cholesterin führt. Mit einer Häufigkeit von etwa 1:200 bis 1:250 zählt sie zu den häufigsten genetischen Erkrankungen überhaupt, bleibt aber weltweit zu über 90 % unerkannt und unbehandelt. Weil das LDL-Cholesterin schon seit der Kindheit erhöht ist, kommt es unbehandelt oft schon in jungen Jahren zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen, also deutlich früher als bei erst im Erwachsenenalter erworbener Hypercholesterinämie. Die Diagnose stützt sich auf stark erhöhte LDL-Werte, Familienanamnese, äußere Zeichen wie Sehnenxanthome oder Hornhautarcus sowie zunehmend eine genetische Testung; da erstgradige Verwandte ein 50-prozentiges Vererbungsrisiko tragen, gehört ein systematisches Kaskadenscreening der Familie zur modernen Versorgung dazu. Therapeutisch bilden Statine die Basis, bei unzureichender Wirkung kommen Ezetimib und PCSK9-Hemmer hinzu, in schweren oder homozygoten Fällen auch die Lipidapherese.

Hämatologie
Lehre vom Blut, der blutbildenden Organe und von den Erkrankungen des Blutes
Hämodiafiltration

Die Reinigung des Blutes findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt. Über den zuvor gelegten Shunt wird der Patient mit der Dialyse verbunden. Über ein System feinster Kanülen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Hier wird mithilfe einer halbdurchlässigen Membran das Blut von Stoffwechselendprodukte (Schlackenstoffe, Körpergifte) gereinigt und ggf. dem Körper Wasser entzogen. Gleichzeit werden dem Körper übermäßig entzogene Elektrolyte wieder zugeführt. Die Dialyse dauert im allgemeinen 3-5 Stunden und wird 3 mal pro Woche durchgeführt.

Siehe auch:
Hämodialyse
Hämofiltration

Hämodialyse

Die Reinigung des Blutes findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt. Über den zuvor gelegten Shunt wird der Patient mit der Dialyse verbunden. Über ein System feinster Kanülen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Hier wird mithilfe einer halbdurchlässigen Membran das Blut von Stoffwechselendprodukte (Schlackenstoffe, Körpergifte) gereinigt und ggf. dem Körper Wasser entzogen. Gleichzeit werden dem Körper übermäßig entzogene Elektrolyte wieder zugeführt. Die Dialyse dauert im allgemeinen 3-5 Stunden und wird 3 mal pro Woche durchgeführt.

Siehe auch:
Hämofiltration
Hämodiafiltration

Hämofiltration

Die Reinigung des Blutes findet außerhalb des Körpers (extrakorporal) statt. Über den zuvor gelegten Shunt wird der Patient mit der Dialyse verbunden. Über ein System feinster Kanülen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Hier wird mithilfe einer halbdurchlässigen Membran das Blut von Stoffwechselendprodukte (Schlackenstoffe, Körpergifte) gereinigt und ggf. dem Körper Wasser entzogen. Gleichzeit werden dem Körper übermäßig entzogene Elektrolyte wieder zugeführt. Die Dialyse dauert im allgemeinen 3-5 Stunden und wird 3 mal pro Woche durchgeführt.

Siehe auch:
Hämodialyse
Hämodiafiltration

Harnpflichtig
Substanzen, die durch den Harn ausgeschieden werden, werden als harnpflichtig bezeichnet. Dazu gehören z. B. Harnstoff oder Kreatinin.
Heimdialyse

Heimdialyse bezeichnet die Durchführung einer Dialysebehandlung durch die Patientin oder den Patienten selbst in der häuslichen Umgebung anstelle eines Dialysezentrums. Sie umfasst zum einen die Peritonealdialyse, bei der das Bauchfell als natürliche Filtermembran genutzt wird, und zum anderen die Heimhämodialyse, bei der Patient:innen nach entsprechender Schulung ein Dialysegerät selbstständig zu Hause bedienen. Beide Verfahren ermöglichen eine flexiblere Gestaltung des Alltags, häufig auch nachts, und sind mit einer im Vergleich zur Zentrumsdialyse verbesserten Lebensqualität sowie vergleichbaren oder teils günstigeren medizinischen Ergebnissen assoziiert. Moderne Cycler-Systeme für die automatisierte Peritonealdialyse sowie Konzepte der unterstützten (assistierten) PD durch Pflegedienste erweitern den Kreis geeigneter Patient:innen zunehmend auch auf ältere oder in der Selbstversorgung eingeschränkte Menschen. Aktuelle nephrologische Leitlinien empfehlen daher, geeigneten Patient:innen die Heimdialyse als gleichwertige oder sogar bevorzugte Alternative zur Zentrumsdialyse anzubieten.

Hormontherapie
Therapie, bei der gezielt Hormone oder deren Gegenspieler eingesetzt werden, um bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Brustkrebs oder Prostatakrebs) in den biologischen Kreislauf der Erkrankung einzugreifen.
Immuntherapie
Eine moderne Form der Krebstherapie, bei der speziell für die jeweilige Erkrankung entwickelte Antikörper eingesetzt werden. Diese greifen gezielt in den biologischen Kreislauf der Erkrankung ein.
Insulinresistenz

Insulinresistenz bezeichnet die verminderte Wirksamkeit von Insulin an Muskel-, Leber- und Fettzellen: Zunächst steigt kompensatorisch der Insulinspiegel, im Verlauf auch der Blutzucker, während überschüssige Energie als Fett gespeichert wird. Sie ist zentraler Bestandteil des metabolischen Syndroms, gekennzeichnet durch die Kombination aus vergrößertem Bauchumfang, erhöhtem Blutzucker, gestörtem Fettstoffwechsel und Bluthochdruck. Begünstigt wird sie vor allem durch Fehlernährung, Bewegungsmangel, Schlafmangel, chronischen Stress sowie genetische und altersbedingte Faktoren. Unbehandelt drohen Typ-2-Diabetes, Fettleber, Gefäßverkalkung und weitere Folgeerkrankungen, die sich durch eine Lebensstiländerung meist gut beeinflussen lassen. Ein bewährter Therapiebaustein sind sogenannte Hafertage – kurze, ärztlich begleitete Ernährungsphasen mit hohem Anteil des löslichen Ballaststoffs Beta-Glucan, unter denen sich Insulinbedarf und Blutzuckerwerte in Studien deutlich verbessert haben.

Knochenmark-Zytologie
Mikroskopische Beurteilung der Zellen des Knochenmarkblutes.
Knochenmarkdiagnostik
Unter Betäubung und unter Einhaltung strengster Sterilität werden Knochenmarkblut und meist auch ein kleines Stück des Knochens entnommen wird, um damit verschiedene Untersuchungen durchführen zu können.
Kontinuierliche Hämodialyseverfahren
(kontinuierliche venovenöse Hämodialyse oder –Hämofiltration): Unter bestimmten Bedingungen wie z. B. extremen Kreislaufproblemen nach Herzinfarkt oder einer Blutvergiftung bei schwerkranken Patienten der Intensivstationen kann es notwendig werden, dieses spezielle Verfahren der Hämodialyse anzuwenden. Dabei wird das Blut besonders kreislaufschonend über 24 Stunden und einen längeren Zeitraum hinweg gereinigt.
Lipidapherese

Lipidapherese ist ein der Dialyse ähnliches, extrakorporales Blutreinigungsverfahren, bei dem LDL-Cholesterin und/oder Lipoprotein(a) gezielt und effektiv aus dem Blut entfernt werden. Sie kommt zum Einsatz, wenn medikamentöse Therapien allein nicht ausreichen, etwa bei schwerer familiärer Hypercholesterinämie oder stark erhöhtem Lipoprotein(a) mit fortschreitender Gefäßerkrankung. Da die Wirkung nur vorübergehend ist, erfolgt die Behandlung meist wöchentlich oder alle zwei Wochen über mehrere Stunden. Näheres zu den zugrundeliegenden Fettstoffwechselstörungen und medikamentösen Alternativen siehe "Lipidologie".

Lipidologie

Lipidologie ist die Fachdisziplin, die sich mit Diagnostik und Therapie von Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämien) sowie deren Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose und kardiovaskulären Erkrankungen befasst. Im modernen Verständnis gilt vor allem LDL-Cholesterin als kausaler, kumulativer Risikofaktor, weshalb aktuelle Leitlinien bei Hochrisikopatienten sehr niedrige Zielwerte vorsehen – „je niedriger, desto besser, je länger, desto besser". Zunehmend rückt zudem Lipoprotein(a) in den Fokus: ein weitgehend genetisch bestimmter, durch Lebensstil kaum beeinflussbarer Risikofaktor, für den derzeit neue medikamentöse Therapien in Entwicklung sind. Neben Statinen stehen heute PCSK9-Hemmer und PCSK9-siRNA zur Verfügung, die auch bei stark erhöhten Werten wirksame Senkungen ermöglichen. Bei schwerer, medikamentös nicht ausreichend behandelbarer Hypercholesterinämie oder stark erhöhtem Lipoprotein(a) kommt die Lipidapherese zum Einsatz – ein der Dialyse ähnliches, regelmäßig wiederholtes Blutreinigungsverfahren, das LDL-Cholesterin bzw. Lipoprotein(a) gezielt aus dem Blut entfernt.

Nierenbiopsie

Die Nierenbiopsie ist eine minimalinvasive Untersuchung, bei der unter Ultraschallkontrolle und örtlicher Betäubung mit einer feinen Nadel eine winzige Gewebeprobe aus der Niere entnommen wird. Sie kommt zum Einsatz, wenn die Ursache einer Nierenerkrankung, etwa bei unklarer Eiweißausscheidung, Blut im Urin, rasch abnehmender Nierenfunktion oder im Rahmen von Systemerkrankungen, anders nicht sicher geklärt werden kann. Das gewonnene Gewebe wird licht-, immunfluoreszenz- und elektronenmikroskopisch untersucht, wodurch sich die genaue Diagnose sowie die passende Therapie oft erst festlegen lassen. Nach dem Eingriff ist wegen der guten Durchblutung der Niere eine mehrstündige Überwachung mit Bettruhe notwendig, da Nachblutungen die häufigste, meist jedoch harmlose Komplikation darstellen. Bei nierentransplantierten Patient:innen ergänzen zunehmend moderne molekulargenetische Verfahren (sogenannte molekulare Diagnostik) die klassische Histologie, um eine beginnende Abstoßung noch präziser und frühzeitiger zu erkennen.

Niereninsuffizienz
Die Nierenschwäche ist eine oft schleichende Erkrankung. Nahezu unbemerkt sammeln sich harnpflichtige Substanzen im Blut, die infolge des reduzierten Nierenleistungsvermögens nicht mehr in der erforderlichen Menge ausgeschieden werden. Bei zunehmender Erkrankung kommt schrittweise auch der Wasser, Säure-Basen und Elektrolythaushalt durcheinander. Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Müdigkeit und reduzierte Leistungsfähigkeit sind Symptome für eine eingeschränkte Nierenfunktion. Spätestens, wenn die Niere gerade noch15 % der ursprünglichen Leistungsfähigkeit hat, ist eine Nierenersatztherapie dringend geraten.
Nierentransplantation
Unter einer Nierentransplantation oder Nierenersatztherapie versteht man eine Verpflanzung einer Niere von einem Nierenspender zu einem Empfänger. Als Spenderorgan steht entweder die Niere eines Verstorbenen oder die eines Lebenden zur Verfügung. Bedingung ist, dass Blutgruppe und Gewebetyp des Spenders und Empfängers weitgehend ähnlich sind, damit der Körper das fremde Organ nicht abstößt. Die neue Niere wird anstelle der „alten“ in der Beckenhöhle platziert und an den Blutkreislauf sowie die Blase angeschlossen. Nach Durchführung einer Nierentransplantation muss der Empfänger eine immunsuppressive Therapie (Therapie zur Eindämmung der Körperabwehrfunktionen) erhalten, um damit die Abstoßung des körperfremden Organs zu vermeiden.
Onkologie
Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Entstehung, Diagnose, Behandlung und Verhütung von Tumorerkrankungen beschäftigt (Operation, Bestrahlung, Chemo-, Hormon- und Immuntherapie)
Osmose
Um die Giftstoffe aus dem Körper zu filtern, greift bei der Dialyse das Prinzip der Osmose. Zwei Flüssigkeiten sind durch eine Membran, die für bestimmte Stoffe durchlässig ist, getrennt. Entlang eines Konzentrationsgefälles wandern Stoffe aus der höher konzentrierten Flüssigkeit in die niedrigere, bis das Verhältnis ausgeglichen ist. Im Falle der Dialyse bedeutet das: Die im Blut hoch konzentrierten Giftstoffe und Blutsalze wandern in die Dialyseflüssigkeit über, bis beide Flüssigkeiten die gleiche Stoffkonzentration haben. Der Körper ist entgiftet.
Parenteral
Verabreichung von Medikamenten unter Umgehung des Magen-Darm-Traktes, also z. B. Infusionen
Peritonealdialyse
Die Bauchfelldialyse ist ein Verfahren zur Blutreinigung, das im Gegensatz zur Hämodialyse intrakorporal (im Körper selbst) durchgeführt wird. Das Bauchfell wird als Austauschmembran benutzt. Die Giftstoffe wandern aus dem Blutkreislauf in die Bauchhöhle, wo über einen Bauchkatheter eine spezielle, den menschlichen Bedingungen angepasste und angewärmte Flüssigkeit eingebracht wurde. Diese Flüssigkeit nimmt die Giftstoffe auf. Sie wird entweder mehrmals täglich vom Patienten oder mithilfe eines speziellen Gerätes (Cycler) im Zentrum oder zu Hause durchgeführt.
Plasmapherese
Ein Plasmaaustausch oder eine Plasmapherese ist nichts anderes als eine Blutwäsche. Im Unterschied zu den anderen Dialysearten wird hier mithilfe eines Plasmapheresegerätes das patienteneigene Plasma abgefiltert und gleichzeitig durch eine Ersatzlösung ausgetauscht. Diese simuliert das körpereigene Plasma. Gleichzeit fängt der Körper an, eigenes Plasma nachzubilden. Dieses Verfahren wird nur selten eingesetzt, wenn eine Erkrankung ein lebensbedrohliches Stadium erreicht hat und mithilfe der Methode effektiv in den Krankheitsmechanismus eingegriffen werden kann. Dazu gehören bestimmte Autoimmunerkrankungen, bei denen eine Anhäufung von Antikörpern im Plasma vorliegt, weiterhin bei Erkrankungen mit einer Erhöhung sehr gleichartiger Antikörper im Plasma und auch bei bestimmten Vergiftungen, bei denen das Gift (Toxin) sich sonst an das Körpereiweiß binden und schwere Zellzerstörungen bewirken würde.
Refsum-Syndrom
Das Refsum-Syndrom ist eine sehr seltene, autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung, bei der ein Enzymdefekt zur Anhäufung der Fettsäure Phytansäure im Körper führt. Da der Körper Phytansäure nicht selbst abbauen kann, stammt sie ausschließlich aus der Nahrung; vor allem aus Milchprodukten, Fleisch von Wiederkäuern und bestimmten Fischsorten. Typische Folgen sind eine fortschreitende Netzhauterkrankung (Retinitis pigmentosa) mit Nachtblindheit, Riechstörungen, Polyneuropathie und Gangunsicherheit, mitunter auch Herzrhythmusstörungen. Therapeutisch steht eine strikt phytansäurearme Ernährung im Vordergrund; bei wiederkehrend stark erhöhten Werten kann ergänzend eine regelmäßige Lipidapherese eingesetzt werden, um die Phytansäure immer wieder aus dem Blut zu entfernen.
Shuntoperation
Als Voraussetzung zur Durchführung einer Hämodialyse wird eine Kurzschlussverbindung („Shunt“) zwischen einer Arterie und einer Vene geschlossen. Klassischerweise wird dieser Shunt im Bereich des Unterarmes angelegt. Er ermöglicht einen effektiven Blutaustausch zur ausreichenden Blutreinigung beim Patienten mit dialysepflichtiger Nierenschwäche. Alternativ kann auch ein Dialysekatheter verwendet werden.
Study nurse
Person, die sich mit der Betreuung und Dokumentation von national und international durchgeführten Studien beschäftigt und in Kontakt mit den involvierten Behörden, Pharmaunternehmen und Studiengruppen tritt. Damit trägt die study nurse zu einer qualifizierten Bearbeitung der Studien bei, so dass durch die Ergebnisse der Untersuchungen zukünftig eine noch bessere Behandlungsqualität sämtlicher Patienten zur Folge haben.
Supportivtherapie
Therapie, bei der die Minderung des Leidens und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund steht. Sie kann als Ergänzung zur eigentlichen Chemotherapie gesehen werden oder auch als einzige Maßnahme durchgeführt werden. Zu ihr zählen unter anderem eine ausreichende Schmerztherapie, spezielle knochenstärkende Maßnahmen, eine Unterstützung der Nahrungsaufnahme und entsprechende psychologische und seelische Betreuung.
Tumorboard
Regelmäßiges Treffen von Ärzten aus unterschiedlichen Fachgebieten (unter anderem der Inneren Medizin, der Chirurgie, der Strahlentherapie, der Pathologie etc.), um therapeutische Verfahren zu diskuttieren und festzulegen.