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Diabetologie
Mehr als nur Zucker

Kompetenz für Ihren Stoffwechsel – Verstehen. Begleiten. Behandeln.

Diabetes mellitus ist weltweit auf dem Vormarsch. In Deutschland ist etwa jeder zehnte Erwachsene betroffen. Besonders problematisch sind die Folgeerkrankungen dieser komplexen Stoffwechselerkrankung.

Internist, Nephrologe, Diabetologe und Lipidologe in Saarlouis mit Schwerpunkt Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen. Individuelle Beratung und Betreuung bei Nieren- und Stoffwechselerkrankungen aus einer Hand. Eine besondere Leidenschaft von Herrn Dr. med. Dominik Seifert gilt der ganzheitlichen Betreuung von Nieren- und Stoffwechselerkrankungen. Als Nephrologe, Diabetologe und Lipidologe verfügt er über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Diabetes mellitus, Adipositas und Fettstoffwechselstörungen sowie deren Auswirkungen auf innere Organe, insbesondere die Nieren. Durch eine überdurchschnittliche Zahl qualitativ hochwertiger, teils universitärer Fortbildungen hält er sein Wissen auf dem neuesten Stand. Sein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lebererkrankungen, die mit dem erhöhten Risiko der betroffenen Patienten einhergehen. Darüber hinaus bietet die Praxis onkologische, hypertensiologische und herausragende allgemeininternistische Expertise: Durch kurze Wege innerhalb des spezialisierten Teams wird eine umfassende, individuelle und bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet. Weiterhin bilden die Hämodialyse (HD) und insbesondere die Peritonealdialyse (PD) im Sinne der Heimdialyse einen Schwerpunkt von besonderer Bedeutung und hoher Exzellenz.

Diabetes mellitus und Folgeerkrankungen

Die Kombination von Diabetes und Bluthochdruck erhöht das Risiko für eine diabetische Nephropathie (Nierenschädigung) erheblich. Beide Erkrankungen verstärken sich gegenseitig und können unbehandelt zu chronischer Niereninsuffizienz bis hin zur Dialysepflichtigkeit führen.

Schon in frühen Stadien ist die chronische Nierenerkrankung (CKD) ein eigenständiger und bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bereits bei beginnender Einschränkung der Nierenfunktion steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz deutlich an.

Auch die feinen Blutgefäße der Netzhaut können durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte oder ständige Blutzuckerschwankungen geschädigt werden (diabetische Retinopathie). Diese Veränderungen verursachen lange Zeit keine Beschwerden, können im weiteren Verlauf aber das Sehvermögen deutlich beeinträchtigen. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind daher wichtig, um sie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Ebenso können die Nerven Schaden nehmen (diabetische Neuropathie). Typisch sind Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle, vor allem an den Füßen. Da das Schmerzempfinden nachlässt, bleiben kleine Verletzungen oft unbemerkt – daraus kann sich ein diabetisches Fußsyndrom mit schlecht heilenden Wunden entwickeln. Auch die Nerven, die innere Organe wie Herz, Magen, Darm und Blase steuern, können betroffen sein (autonome Neuropathie).

Eine gute Einstellung von Blutzucker, Blutdruck und Blutfetten sowie regelmäßige Kontrollen von Nieren, Augen und Füßen helfen, Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und ihr Risiko zu senken.

Wie entsteht Diabetes?

Die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate werden im Magen-Darm-Trakt zu Glucose (Traubenzucker) abgebaut. Gleichzeitig produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin, das ins Blut ausgeschüttet wird. Insulin ermöglicht die Aufnahme von Glucose in die Zellen, wo sie als Energielieferant dient.

Typ-1-Diabetes

Beim Typ-1-Diabetes liegt ein absoluter Insulinmangel vor: Das körpereigene Immunsystem zerstört die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Ohne ausreichend Insulin können die Zellen keine Glucose aufnehmen, sodass sich diese im Blut anreichert. Dies führt zu schwerwiegenden Stoffwechselentgleisungen mit massivem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust sowie zur Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose).

Typ-2-Diabetes

Beim Typ-2-Diabetes steht die Insulinresistenz im Vordergrund: Die Körperzellen sprechen vermindert auf Insulin an – das „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ ist gestört. Anfangs gleicht die Bauchspeicheldrüse dies durch eine erhöhte Insulinproduktion aus. Mit der Zeit erschöpft sich diese Kapazität jedoch, sodass ein relativer Insulinmangel entsteht.

Unsere diabetologische Schwerpunktpraxis

Je früher ein Diabetes erkannt und gut eingestellt wird, desto besser lässt sich das Risiko für Folgeerkrankungen senken. In unserer diabetologischen Schwerpunktpraxis betreut Sie ein erfahrenes Team aus Diabetologen und Diabetesberaterinnen mit Qualifikation der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) – bei Typ-1-, Typ-2- und Schwangerschaftsdiabetes. Unser Therapiekonzept setzt auf eine ganzheitliche Rundumbetreuung.

Unsere Leistungen für Sie:

  • Ausführliches Eingangsgespräch mit einem Diabetologen und einer Diabetesberaterin
  • Versorgung mit Blutzuckermessgerät und Teststreifen oder – wenn angezeigt – mit einem Glucosesensor (CGM)
  • Einweisung in die Messung und Dokumentation Ihrer Blutzuckerwerte
  • Regelmäßige Beratung – telefonisch, per E-Mail oder persönlich in der Praxis
  • Einwöchige diätetische und diabetologische Schulung
  • Ganzheitliche Behandlung von Begleiterkrankungen wie erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und Übergewicht – wichtig für Herz, Gefäße und Nieren
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen auf Folgeerkrankungen (Nieren, Augen, Füße, Gefäße)

Das bedeutet für Sie:

Wir stellen Ihren Blutzucker individuell ein – mit Tabletten, Medikamenten zum Spritzen oder Insulin. Neben bewährten Wirkstoffen setzen wir auch neuere Wirkstoffgruppen ein, etwa GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Hemmer. Sie senken nicht nur den Blutzucker, sondern können bei geeigneten Patientinnen und Patienten auch Herz und Nieren entlasten. Welche Behandlung zu Ihnen passt, besprechen wir gemeinsam – abgestimmt auf Ihre Werte, Begleiterkrankungen und Ihren Alltag.

Wir unterstützen Sie im Alltag mit Ihrer Erkrankung und kooperieren eng mit Fachkollegen, um Begleit- oder Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Medizinische Leistungen:

  • Zulassung im Desease-Management-Programm (DMP) auf fachärztlicher Ebene und als Schwerpunktpraxis
  • Eingangsgespräch und körperliche Untersuchung
  • Einstellung des Diabetes (Medikamente, Insulin)
  • Behandlung von Durchblutungsstörungen
  • 2 Diabetologen (DDG, LÄK), 3 Diabetesberaterinnen (DDG), 1 Diabetesassistentin
  • Sofort-Bestimmung von Hba1c durch im GZV bestehendes Labor
  • Langzeit-Blutzuckermessung, Langzeit-Blutdruckmessung
  • Ultraschalluntersuchung
  • Belastungs-EKG
  • Ernährungsberatung
  • Kinderdiabetologische Betreuung in Zusammenarbeit mit dem im Gesundheitszentrum ansässigen Kinderarzt Dr. Doerfert
  • Individuelle Betreuung von Schwangerschafts-Diabetikerinnen
  • Cholesterin, HDL, LDL, Kreatininbestimmung
  • Eiweiß im Urin als Risikofaktor (Albumine im Urin)
  • Regelmäßige Fußuntersuchungen
  • Anlage eines Glucosesensors (Kontinuierliche Blutzuckermessung über 15 Tage)

Intensivierte Insulintherapie bei Typ-1-Diabetes

Menschen mit Typ-1-Diabetes werden heute meist entweder mit einer Insulinpumpe behandelt oder auf eine intensivierte Insulintherapie eingestellt. Diese Form der Behandlung orientiert sich flexibel an Ihrem Alltag: Sie messen Ihren Blutzucker selbst und passen die Insulindosis an Ihre Mahlzeiten und Ihren aktuellen Bedarf an. Dazu verwenden Sie ein Blutzuckermessgerät oder ein kontinuierliches Glukosemesssystem sowie einen Pen zur Insulinverabreichung. So lassen sich Essen, Bewegung und Insulingabe besser aufeinander abstimmen.

In unseren Schulungen zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie die intensivierte Insulintherapie funktioniert und wie Sie im Alltag sicher damit umgehen. Strukturierte Schulungen sind dafür ein zentraler Bestandteil.

Einrichtung und Service:

  • Rundumversorgung durch Kooperation mit Podologin, Orthopädieschuhtechniker, Fußchirurgen, Nephrologen, Gefäßchirurgen, Angiologen und interventionellen Radiologen im DRK
  • 1 klimatisierter Schulungsraum
  • Schulungen (mit und ohne Insulin) für jugendliche Diabetiker, Insulinpumpenträger, Bluthochdruck

Unser Diabetes-Team

Glucosesensoren und Insulinpumpen

Moderne Technik kann den Alltag mit Diabetes spürbar erleichtern. Ein Glucosesensor misst den Zuckerwert im Unterhautgewebe rund um die Uhr und zeigt ihn auf dem Smartphone oder einem Lesegerät an – auf Wunsch mit Alarm bei zu hohen oder zu niedrigen Werten. Viele Fingerstiche werden dadurch überflüssig.

Auch bei Insulinpumpen – allein oder zusammen mit einem Sensor als AID-System – begleiten wir Sie von der Auswahl über die Einstellung bis zur Schulung.

Wir beraten Sie, welches System zu Ihnen passt, unterstützen Sie bei Verordnung und Kostenübernahme und werten Ihre Daten regelmäßig gemeinsam mit Ihnen aus. Dabei betreuen wir Systeme verschiedener Hersteller.

Schulungsraum

Gruppenschulungen

In unseren Schulungen lernen Sie, Ihren Diabetes im Alltag sicher selbst zu steuern – von der Ernährung über die Blutzuckermessung bis zum Umgang mit Tabletten und Insulin. Die Schulungen finden in der Gruppe in unserem klimatisierten Schulungsraum statt:

  • Typ-2-Diabetes ohne Insulin (Ernährung oder Tabletten)
  • Typ-2-Diabetes mit Insulin
  • Typ-1-Diabetes: Insulinpumpen-Schulungen
  • Bluthochdruckschulungen

Bei Bedarf schulen wir auch in Lebach. Termine und Anmeldung beim Diabetes-Team: 06831 98617-50 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Laborauswertung und spezielle Diagnostik

Ein besonderer Service: Ihre Blutwerte – etwa der HbA1c – werden im Labor unseres Gesundheitszentrums bestimmt und direkt im Anschluss mit unseren Diabetesberaterinnen besprochen. So lässt sich Ihre Therapie ohne Umwege anpassen.

Spezielle Untersuchungen:

  • Glucagon-Test: Messung des C-Peptids, um die körpereigene Insulinproduktion abzuschätzen – wichtig für die Einordnung des Diabetestyps und die Wahl der Therapie
  • Basalratentest: Überprüfung der Insulin-Grunddosis bei Pen- oder Pumpentherapie
  • Zuckerbelastungstest (oGTT): Nachweis oder Ausschluss eines Diabetes oder einer Vorstufe (Prädiabetes)
Labor
Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes

In der Schwangerschaft betreuen wir Sie besonders engmaschig – bei einem Schwangerschaftsdiabetes ebenso wie bei einem Diabetes, der schon vor der Schwangerschaft bestand. Gut eingestellte Blutzuckerwerte sind wichtig für Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes.

Wir schulen Sie im Messen Ihrer Blutzuckerwerte, beraten Sie individuell zur Ernährung und beginnen, falls nötig, eine Insulintherapie. Dabei stimmen wir uns eng mit Ihrer Frauenarztpraxis ab und informieren auf Wunsch Ihre Entbindungsklinik über den Verlauf.

Den Zuckerbelastungstest (75-g-oGTT) zur Diagnose führen wir auf Überweisung Ihrer Frauenarztpraxis auch bei uns durch. Nach der Geburt bieten wir den empfohlenen Kontrolltest an, denn nach einem Schwangerschaftsdiabetes ist das Risiko für einen späteren Typ-2-Diabetes erhöht.

Fußbehandlung

Bei Wunden und Fußproblemen arbeiten wir eng mit einer spezialisierten Wundmanagerin, unserem Orthopädieschuhtechniker und den Gefäßspezialisten des DRK-Krankenhauses und dem Marienhausklinikum Saarlouis zusammen. Behandelt werden unter anderem:

  • Diabetisches Fußgeschwür und Druckgeschwüre
  • Durchblutungsstörungen der Beine (pAVK)
  • Fußverformungen wie Charcot-Fuß, Krallenzehen oder Hallux valgus

Unser Orthopädieschuhtechniker berät Sie ausführlich zu Einlagen und Schuhversorgung.

Nervenschäden und Durchblutungsstörungen machen die Füße bei Diabetes besonders verletzlich. Deshalb untersuchen wir sie regelmäßig – schmerzfrei und in wenigen Minuten:

  • Vibrationsempfinden (Stimmgabel)
  • Temperaturempfinden (Kalt-Warm-Test)
  • Berührungsempfinden (Monofilament)
  • Spitz-Stumpf-Unterscheidung
  • Tasten der Fußpulse
Diabetologie 1
Diabetologie 2