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Lipidologie
Modernste Therapie für einen gesunden Fettstoffwechsel

Zertifizierte Lipid-Ambulanz DGFF
Die Lipidologie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, also krankhaft veränderten Blutfettwerten wie einem erhöhten LDL-Cholesterin oder Lipoprotein(a).
Prismaflex
Fettstoffwechselstörungen können angeboren sein oder im Laufe des Lebens entstehen, zum Beispiel durch Übergewicht, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion oder Nierenerkrankungen. Ein gestörter Fettstoffwechsel erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und sollte daher ärztlich abgeklärt und bei Bedarf behandelt werden. In unserer Praxis erhalten Sie eine moderne, leitliniengerechte Therapie.

Unsere Leistungen für Sie:

  • Bestimmung Ihrer Blutfettwerte (Gesamt-, LDL-, HDL- und VLDL-Cholesterin, Triglyzeride, und Lipoprotein(a)) sowie genetische Testung auf familiäre Fettstoffwechselstörungen – in Kooperation mit unseren Laborpartnern
  • Ausführliche Besprechung Ihrer Befunde und Beratung zu Ihren individuellen Cholesterin-Zielwerten auf Grundlage aktueller Leitlinien und Studien
  • Moderne Behandlung erhöhter Blutfette: Beratung zur Änderung des Lebensstils, bei Bedarf medikamentöse Therapie oder Lipidapherese
  • Ganzheitliche Beratung und Behandlung zur Senkung Ihres individuellen Herz-Kreislauf-Risikos: Einstellung des Blutdrucks, der Blutfette und gegebenenfalls eines Diabetes mellitus
Lipidapherese

Bei der Lipidapherese (auch Lipoproteinapherese) wird das Blut außerhalb des Körpers von LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a) gereinigt, ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu werden pro Minute 50–100 ml Blut durch einen Plasmafilter geleitet, der die Blutzellen vom flüssigen Blutplasma trennt. Das Plasma durchläuft anschließend ein zweites System, das die schädlichen Blutfette gezielt entfernt. Danach werden Plasma und Blutzellen wieder zusammengeführt und fließen über eine Armvene in den Körper zurück. Pro Sitzung werden etwa 3–4 Liter Plasma gereinigt.

Pro Sitzung sinken LDL-Cholesterin und Lipoprotein(a) um etwa 60–70 %. Da die Werte danach langsam wieder ansteigen, findet die Behandlung in der Regel einmal pro Woche statt. Eine Sitzung dauert etwa 2 Stunden. Die Apherese ergänzt die medikamentöse Therapie, sie ersetzt sie nicht. Ziel ist es, das Fortschreiten der Gefäßverkalkung zu bremsen und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken.

Die Behandlung wird in der Regel gut vertragen. Gelegentlich kommt es zu Blutdruckabfall, Schwindel oder kleinen Blutergüssen an der Einstichstelle. Bestimmte Blutdruckmedikamente (ACE-Hemmer) müssen je nach Verfahren vorher umgestellt werden. Bitte informieren Sie uns deshalb über alle Medikamente, die Sie einnehmen.

Der Gefäßzugang

Anders als bei der Dialyse ist oft kein Shunt nötig. Wir punktieren zwei gut erreichbare Armvenen: eine für die Entnahme und eine für die Rückgabe des Blutes. Gut erhaltene Venen sind deshalb wichtig. Weisen Sie bei Blutentnahmen in anderen Praxen oder im Krankenhaus bitte darauf hin, dass Sie eine Apherese erhalten. Nur wenn die Venen nicht ausreichen, kann ein Shunt oder ein Port notwendig werden.

Für wen kommt die Lipidapherese infrage?

Die Lipidapherese ist eine Behandlung für Patientinnen und Patienten mit sehr hohem Risiko. Sie kommt infrage, wenn das LDL-Cholesterin trotz konsequenter Ernährungsumstellung und maximaler medikamentöser Therapie über mindestens zwölf Monate nicht ausreichend sinkt. Sie kommt auch infrage, wenn bei stark erhöhtem Lipoprotein(a) und gut eingestelltem LDL-Cholesterin eine Gefäßerkrankung nachweislich fortschreitet.

Vor Beginn muss eine Fachkommission der Kassenärztlichen Vereinigung die Behandlung genehmigen. Den Antrag stellen wir für Sie. Nach der Genehmigung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten.